Nabelschau – eine uralte Wissenschaft für eine moderne Welt
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Meditation für Jeden
Was kommt dir in den Sinn, wenn du an Meditation denkst? Die meisten Menschen haben Visionen von fernöstlichen Weisen in Höhlen des Himalayas, die der Welt entsagt haben. Für andere ist es nur etwas für Hippies oder verlorene „New Agers“, die überhaupt keinen Bezug zur Realität haben. Aber hat die uralte Kunst der Nabelschau irgendeinen konkreten Zweck? Ist es etwas, das dem Leben von jedem Menschen Nutzen bringt? Die Antwort ist mit absoluter Sicherheit JA. Meditation wird in unserer Gesellschaft auf schmerzhafte Weise missverstanden und falsch interpretiert. Die Folge ist, dass es von den Leuten die am meisten davon profitieren würden, als nutzlos und unerreichbar angesehen wird.
Das klassische Bild vom Yogi, der in einer Brezel-Position dasitzt und sein Leben lang versucht, jeglichen Kontakt mit der Außenwelt zu vermeiden, ist nicht notwendig, um Meditation zu praktizieren,(Gott sei dank!). Es ist nicht notwendig, das Leben hinter sich zu lassen, die Ernährung umzustellen oder den Freundeskreis zu ändern. Es ist nicht notwendig, sich zu bemühen, wunderschöne Landschaften im Geiste zu visualisieren oder mit dem Versuch zu ringen, die Gedanken zu stoppen.
Die Nutzen von wirklicher Meditation sind sowohl unmittelbar, als auch tiefgreifend und sind für alle Menschen jeglichen Alters, Hintergrundes oder Glaubens zugänglich. Welchen Nutzen bringt Meditation also?
Das Warum
Die Todesursache Nummer eins im medizinischen Sinne ist in der westlichen Welt Stress. Viele der Krankheiten, unter denen wir als Rasse und als Individuen leiden, sind direkt der Menge an Stress in unserem Leben zuzuschreiben. Nahezu jedes Erlebnis, das wir je hatten, hat Eindrücke in unserem Körper und Verstand hinterlassen. Diese Eindrücke werden durch die Filter des Urteilens, durch die wir unsere Welt betrachten, noch verstärkt. Diese Eindrücke und die mentale Stuktur, die damit einhergeht, erzeugen eine gewaltige Last für unseren Verstand und Körper. Die Energie, die benötigt wird, um all unsere Gewohnheiten, Glaubensmuster und Urteile aufrecht zu erhalten, wird an der Oberfläche unseres Bewusstseins durch das ständige Bombardement an chaotischen Gedanken gespiegelt.
Es wurden Studien durchgeführt, die zeigen, dass der durchschnittliche Mensch jeden Tag zwischen 90,000 und 130,000 Gedanken denkt. Die meisten dieser Gedanken sind für unser Leben belanglos, viele sind sogar selbstzerstörerisch und widersprechen sich gegenseitig.
Die Studien zeigen uns außerdem, dass wir nur einen mickrig kleinen Teil unserer verfügbaren Geisteskraft nutzen. Für die meisten von uns sind das zwischen 5 und 10 Prozent unseres Verstandes. Der Rest unseres Bewusstseins schlummert und wird nicht benutzt. In uns existiert ein riesiges, unberührtes Reservoir von grenzenlos kreativem Potential, das von dem Geplapper und Lärm auf der Oberfläche unseres Verstandes betäubt wird…und es kommt noch schlimmer.
So wie es in unserem Verstand aussieht, so sieht es auch in unserem Körper aus. Das ist etwas, das sogar die westliche Medizin immer mehr realisiert. Unser Körper beginnt schon in sehr jungem Alter durch Adrenalin und Stress, anstatt von tiefer Ruhe und eigener Energie angetrieben zu werden. An dem Punkt, wenn wir das Erwachsenenalter erreicht haben, bringt der Schlaf in der Nacht nicht mehr annähernd genug Erholung um die Eindrücke auch nur eines einzigen aktiven Tages zu verarbeiten. Der Stress beginnt, sich anzusammeln, die Körperenergie zu strapazieren und das Nervensystem zu schwächen und vorzeitig altern zu lassen.
Neben bewusster Ernährung und Bewegung ist Meditation der effektivste Weg, um das Gleichgewicht in unserem Leben wieder herzustellen und die unbewussten Gewohnheiten aufzulösen, die uns in einer mit immer mehr Stress angefüllten Existenz eingeschlossen halten. Meditation führt sehr schnell zu tiefer Ruhe und befreit den Verstand von begrenzten Ansichten und Mustern.
Wenn also all die Gedanken das Problem sind, dann ist doch die richtige Art zu meditieren offensichtlicher weise, den Verstand dazu zu bringen, mit dem Geplapper aufzuhören, oder?
Das Wie
Hast du jemals versucht, den Verstand dazu zu bringen, still zu stehen? Wenn nicht, nimm dir einen Moment Zeit und probiere es jetzt aus. Wenn du einer von den wenigen bist, die es tatsächlich geschafft haben, die Gedanken zu stoppen, dann hat es wahrscheinlich nur einen kurzen Moment gedauert, bis wieder Gedanken aufgekommen sind, vielleicht sogar mit mehr Intensität als zuvor! Den Verstand zu zwingen, still zu sein, ist nicht die Lösung. Es stresst unser Nervensystem nur noch mehr und ist der Grund, warum die meisten Menschen schon nach ein paar Tagen aufhören, zu meditieren. Es sind nicht so sehr die Gedanken, die das dringende Problem sind, sondern unsere Identifizierung mit den Gedanken, die der eigentliche Auslöser für Stress ist.
Wahre Meditation ist etwas sehr Einfaches. Während der Zeit, die man meditiert, wird der Verstand anfangen, sich auf immer tiefere Ebenen des Erlebens zu begeben, was im Gegenzug dem Körper ermöglicht, tiefe Erholung zu erfahren.
Bei wahrer Meditation wird der Körper nach etwa 20 Minuten eine Erholung erleben, die ungefähr doppelt so tief ist, wie der tiefste Schlaf in der Nacht. Es ist ein Level an Erholung, das bei regelmäßiger Anwendung unserem Nervensystem ermöglicht, die ein Leben lang angesammelten Eindrücke loszulassen und unserem Verstand, in einen Zustand von Klarheit und Fokus zurückzukehren. Sich jeden Tag ein bisschen Zeit zum Meditieren zu nehmen, ist etwas, das jedem etwas bringt. Es hilft, Gleichgewicht und Harmonie körperlich wie emotional wiederherzustellen.
Neben dem offensichtlichen Geschenk hinsichtlich der Auflösung von Stress, bringt regelmäßige Meditation dem Leben noch weitere Vorzüge. Bei regelmäßiger Ausübung beginnt der Verstand auf natürliche Weise, auf immer tieferen Ebenen zu funktionieren. Die meisten von uns interagieren mit der Welt aus der Perspektive von chaotischen Gedanken und der lebenslangen Gewohnheit des Urteilens. Wenn der Verstand erst einmal daran gewöhnt ist, sich nach innen zu bewegen, fangen wir wirklich an, von diesen Ebenen aus den ganzen Tag hindurch zu handeln. Das gibt uns mehr Energie, Klarheit in der Wahrnehmung, Fokus, Frieden, Freude und Kreativität. Je mehr diese Dinge auf natürliche Weise zunehmen, desto mehr sind wir in der Lage, uns den Herausforderungen des Lebens zu stellen und sie zu erledigen.
Die Nutzen der Meditation sind also auf jeder Ebene offensichtlich. Wie findet man nun eine authentische und effektive Form der Meditation?
Das Wo
Wenn man im Internet sucht oder sogar einen Blick in ein alternatives Gesundheitsmagazin wirft, erscheint die Anzahl und Vielfalt der verfügbaren Meditationspraktiken entmutigend. Wie kann man bei so vielen verschiedenen Meditationssystemen etwas finden, das nicht nur effektiv, sondern auch in einem modernen Leben anwendbar ist? Es gibt ein paar Dinge, nach denen man Ausschau halten sollte, wenn man die richtige Meditationstechnik sucht.
1)Die Technik an sich sollte überhaupt keinen Glauben erfordern. Dann ist es für die Technik möglich, die Aufmerksamkeit jenseits der Struktur des Verstandes zu ziehen und sie kann von jedem Menschen ungeachtet seiner Herkunft oder Kultur angewendet werden. Die Meditationstechnik wirkt dann, egal ob man daran glaubt oder nicht. Es ist außerdem wichtig, weil die Technik auch jenseits der Glauben und Dogmen derer sein wird, die sie unterrichten. Es sollte nicht von dir verlangt werden, einen Guru oder Lehrer zu nehmen, um lernen zu können, oder blind alles zu glauben, das während des Meditationskurses erwähnt wird. Wahre Meditation basiert absolut auf eigener Erfahrung.
2) Die Technik sollte in der Muttersprache derer, die lernen, gelehrt werden. Es ist von Wert, wenn es auf der oberflächlichen Denkebene des Verstandes eine Verbindung mit der Technik gibt. Das ermöglicht, dass die Technik angenehm anwendbar ist. Es ist für die meisten Menschen schwer nachzuvollziehen, dass Meditation eigentlich angenehm sein kann, und doch gibt es Techniken, die genau das sind. Sie werden auf immer tieferen Ebenen immer reizvoller für den Verstand und ziehen so die Aufmerksamkeit mühelos nach innen.
3) Es ist für den Körper nicht nötig, strikte oder schwierige Stellungen einzunehmen, während man meditiert. Wenn der Körper Schmerz oder Unbehagen empfindet, wird ein Großteil unserer Aufmerksamkeit dort bleiben, anstatt sich einfach in tiefere Ebenen des Verstandes zu bewegen. Behaglichkeit ist der Schlüssel.
4) Die Technik ist einfach mit offenen Augen anwendbar. Wir verbringen den Großteil unseres Tages mit offenen Augen. Es ist wichtig, die Vorzüge der Meditation während unseres Tages erleben zu können, um so die Auswirkungen von Stress zu reduzieren während wir unser Leben leben.
5) Die Technik sollte in jede Art von Leben passen. Wenn Meditation nämlich zu bestimmten Zeiten ausgeübt werden muss, wird es nicht immer in bestimmte Zeitpläne passen. Es sollte für jeden möglich sein, die Technik in den Zeiten, die zur Verfügung stehen, zu benutzen.
6) Obwohl die meisten Meditationen etwas kosten, sollte es nicht unerschwinglich für die Menschen sein. Es gibt dir jedoch die Möglichkeit, dich wirklich zu dem zu verpflichten, was du lernst, und den Lehrern ermöglicht es, damit fortzufahren, die Lehre zu teilen.
Gerüstet mit diesen Informationen, kann die Suche nun also losgehen. Es gibt viele Internetseiten, die Informationen über Meditationstechniken anbieten. Rede mit Freunden, von denen du weißt, dass sie meditieren. Nimm an kostenlosen Einführungsvorträgen teil oder lese alle verfügbaren Informationen über verschiedene Techniken. Aber vor allem, wenn du etwas findest, das dir das Gefühl vermittelt, dass es für dich funktionieren könnte, dass es die meisten oder sogar alle oben genannten Punkte erfüllt, dann lerne die Technik und genieße es, die Möglichkeiten zu erkunden. Mit der Zeit und Übung kann eine wahre Meditationstechnik nicht scheitern, die Qualität und die Freude des Lebens zu vermehren.

