Skip to main content

Das unbegrenzbare Licht meines Bewusstseins

Chandan - Montag, Januar 24, 2011

     
   
     

Ich liege gerade im Krankenhaus nach drei Tagen Hektik, Schmerz und absoluter Kontrolllosigkeit. Und mir geht es super. Ich habe mir meine Achillessehne gerissen, ohne die es ziemlich unmöglich ist zu laufen (und wenn doch, sind die Schmerzen sicherlich unerträglich). Und ich habe dadurch höchstwahrscheinlich auch meinen Job verloren.

Man könnte denken, dass ich am Boden zerstört oder zumindest sehr verärgert sein müsste. Aber weit gefehlt.

Meine Stille, mein Frieden und mein Vertrauen blieben unberührt. Mein Selbst ist keineswegs durch die körperliche Einschränkung mit der ich nun zu tun habe begrenzt. Es strahlt immer noch in seiner lichtvollen, friedvollen Schönheit. Es ist in seiner Fülle absolut und autoexistent. Es braucht einfach gar nichts um komplett zu sein.

 

Ich erfahre es als so voll, dass ich keinen Dialog darüber anfangen könnte, wie begrenzt oder arm dran ich bin. Denn als das erlebe ich mich nicht! Die körperliche Einschränkung befindet sich auf einer Ebene, die nichts mit meinem wahren Selbst zu tun hat. Ich sage nicht, dass sie nicht existiert, sondern, dass das nicht wirklich ich bin.

 

Wer ich wirklich bin, ist das Licht des Bewusstseins, dass durch diesen Körper hindurch in diese Welt strahlt. Es strahlt halt in diesem Moment durch einen etwas begrenzten, schmerzenden Körper. Mein Körper ist eingeschränkt, aber ich, als das beobachtende, formlose Bewusstsein, das in ihm ruht, bin genauso bewusst und frei, wie davor.

 

Dieses ganze Erlebnis zeigt mir sehr tiefgreifend, wie unantastbar ich wirklich bin. Mein wahres Selbst ist unzerstörbar, unveränderbar. Komme was wolle.

 

JedesIchmit dem ich mich gedanklich identifizieren könnte, ist extrem verletzlich. Den Körper eingeschlossen. Ein imaginäresIchkann durch einen einzigen Gedanken niedergeschmettert und vernichtet werden. Doch das Bewusstsein, das ich wirklich BIN ist jenseits von diesem imaginärenIch“ und spielt in seiner ganz eigenen Liga. Und in dieser Liga gibt es keine Gegner, keine Schiedsrichter, keine Aus-linien…nur eine unendliche Ewigkeit erfüllt von Frieden.

 

Teilweise bin ich sogar dankbar, dass meine Achillessehne gerissen ist. Was für ein Geschenk, so tief in mein auf ewig freies Selbst eintauchen zu können. Durch eine Beschränkung im Äußeren wurde mir meine Unbeschränktheit im Inneren offenbart. Und diese beiden Welten verschmelzen vor meinen Augen zu einer perfekten Einheit, in der alles gut ist und immer war.

 

Ich bin durch diese Körper-Welt in keinster Weise beschränkt. Sie ist wie ein Film und ich bin die Leinwand. All die Formen, die in dieser Welt existieren sind keine Begrenzungen. Nur, wenn ich sie als solche interpretiere.

 

Wenn ich genau hinsehe, war ich schon immer frei.

 
Share |
1 Comments
Comments
Chandan commented on 24-Januar-2011 11:22

Post new comment

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.