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Sein

Chandan - Mittwoch, Dezember 1, 2010

     
   
     

Es gibt da einen Ort in jedem von uns, von dem – denke ich – jeder wissen sollte. Er ist wunderschön, friedvoll, unendlich, ewig, frei, unbegrenzt und göttlich

Und das allerbeste ist, er ist immer da, egal, was passiert, passiert ist oder passieren wird. Diesem Ort ist es egal; er bleibt unberührt und weiter friedvoll. Dieser Ort ist mein wahres Selbst, er ist nicht getrennt von mir.

Ich erfahre ihn, sobald ich meine Aufmerksamkeit nach Innen lenke. Weg von Problemen, Situationen, Pflichten, Ängsten, der Welt der Formen und Gedanken. Ja Gedanken. Selbst diese kann man gehen lassen. Und was ich entdecke ist – entgegen meiner langjährigen Gewohnheit – das, was immer schon da war und in die Welt geschaut hat. Das ist alles, was es tut. Schauen. Es hat kein Problem mit der Welt, mit anderen, mit mir, mit meinem Körper, mit sich. Es ist einfach nur da und ruht in seinem sich innewohnenden Frieden.

Und es ist ICH. Das wahre, große ICH. Nicht das (kleine) „ ich“, das „ich“ in der Welt zu finden und  zu integrieren versucht habe; das „ich“, das „ich“ durch Dinge oder Mitmenschen oder Drogen und Süchte zu vervollständigen versucht habe. Nein. Ich meine das wahre ICH, das ich schon immer war; das in mir auf mich gewartet hat, in der Zeit, als „ich“ dachte, „ich“ sei etwas anderes und ihm gar keine Aufmerksamkeit mehr schenkte. Und wie schon erwähnt, beklagte es sich nicht, sondern ruhte in seinem Frieden, mit dem es erfüllt ist und wartete auf den richtigen Zeitpunkt, mich an sich zu erinnern und meine Aufmerksamkeit zurück nach Innen zu lenken.

Und eine unendliche Reise begann. Eine unendliche Reise der Entdeckung meines wahren Selbst. Eine unendliche Reise ins formlose Sein. Ins einheitliche, ewige Sein. Ins Sein, das weit über das Körperbewusstsein hinausgeht. Ins Sein, das immer schon Sein war. Das eine und einzige Sein. Das Sein der Essenz von allem, das existiert. Das Sein von Bewusst-Sein, das wir alle sind und schon immer waren; ungetrennt von gedanklichen „ichs“, die nur Ansammlungen von Konzepten, Ideen und Bildern über uns und „die anderen“ und dabei so fern von der Realität sind. Das eine, unbegrenzte, allgegenwärtige, ewige, wunderschöne, freie, göttliche SEIN. Ich liebe Sein. Denn Sein ist rein und fein und auch dein. :-)
 

 
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